LUST

/ sexuelle Biographien & unerhörte Phantasien von Frauen

Mär
2017

/ sexuelle Biographien & unerhörte Phantasien von Frauen

Sie überschreiten Schamgrenzen, brechen mit Tabus und geben der alltäglichen Lust eine Bühne. Ob dark dirty talk oder Perlen perverser Sexphantasien – Frauen und Fiktion umarmen die Stereotypen und erweitern gemeinsam mit den Zuschauern die erogenen Zonen. Sie spüren Hot Spots auf und streifen G-Punkte und -Flächen.

In Interviews mit Frauen unterschiedlichen Alters wurde nach persönlichen und ungewöhnlichen Lustmomenten gesucht, in Archiven nach vergessenen, lustvollen Frauenfiguren geforscht und herausgefunden, wie wandelbar, vielfältig und unberechenbar Lust sein kann. In der Performance wird mit verschiedensten erotischen Phantasien und sexuellen Biografien von Frauen gespielt, jenseits gängiger Bilder von Hollywood oder Porno.

Von Foucault bis Tinder machen die beiden Darstellerinnen mehr als einen intellektuellen Striptease und füllen die Phantasie der Zuschauer mit verqueerten Bildern von Begierde. Ein Gespräch. Ein Tanz. Eine Einladung auf den spannenden Spielplatz der weiblichen Lust.

Peepshow-Installation ab 19 Uhr: Am 16 / 17 März läuft in der Stunde vor Vorstellungsbeginn bis 20 Uhr this is how you transform von Alisa Tretau. In der Installation eignet sich die Performerin den vermeintlich entmächtigenden Ort Peepshow-Kabine unter feministischen, sexpositiven Ansätzen neu an. Die Peepshow als "Theater für eine Person", kommt ohne Sprache aus und baut auf den intimen Moment mit dem kleinstmöglichen Publikum von nur einer Person: alisatretau.net/live

Bitte rechtzeitig kommen, die Installation hat nur ein begrenztes Platzkontingent.


Von Frauen und Fiktion: Anja Kerschkewicz / Eva Kessler Performance Eva Kessler / Patricia Carolin Mai Choreografie Patricia Carolin Mai Konzeptionelle Mitarbeit / Text Elsa-Sophie Donata Jach Bühne/Kostüme Felina Levits Musik plastiq Technik/Licht Sönke C. Herm Dramaturgische Mitarbeit/Installation Alisa Tretau Beratung Produktion Zwei Eulen Mit freundlicher Unterstützung des Theaterhaus Berlin Mitte Gefördert durch Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg / Rudolf Augstein Stiftung / Hamburgische Kulturstiftung / LICHTHOF Stiftung / Gerda Weiler Stiftung / Gängeviertel e.V. Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder

Frauen und Fiktion stehen nicht für theoretische Trockenübungen. Seit ihrer ersten Zusammenarbeit 2014 erproben die Szenografin und Regisseurin Anja Kerschkewicz und die Theaterwissenschaftlerin und Schauspielerin Eva Kessler mit verschiedenen Kollaborateur*innen in einer Reihe von Performances alternative Entwürfe von Frau-Sein an der Schnittstelle von Theorie und Theater.

Kartenpreise € 15,- / ermäßigt € 9,-

Publikumsgespräch nach der Vorstellung vom 17 März mit freiem Eintritt. Thema: "Neue Vermittlungsformate für die freie Szene“ in Zusammenarbeit mit Theaterscoutings

Workshop zu LUST mit Frauen und Fiktion am 17.03. ab 12:00 Uhr im TATWERK